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ISBN/EAN: 978-3-690-90295-3
Format: EPUB
DRM: Nicht vorhanden
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Auflage:
1. Auflage 2025
Erschienen am:
Sprache:
Deutsch
Umfang:
858 S., 1.64 MB
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Tod auf Föhr, Angst auf Föhr & Mord auf Föhr

eBook - Drei Nordseekrimis in einem Band, Ein Nordseekrimi-Reihe, Neuausgabe / New edition, Neuausgabe / New edition

4,99 €
inkl. MwSt.

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Beschreibung

Drei packende Fälle für Ermittlerin Kari Lürsen und eine Insel voller düsterer Geheimnisse
Ein fesselnder Nordsee-Krimi-Sammelbandüber Intrigen und tödliche Wahrheiten

Tod auf Föhr

Nach einem beruflichen Tiefschlag kehrt Kari Lürsen in ihre Heimat Föhr zurück, um in der Kate ihres verstorbenen Großvaters Ruhe zu finden. Doch kaum auf der Nordseeinsel angekommen, wird sie mit dem Selbstmord ihrer ehemaligen Schulfreundin Wiebke konfrontiert. Kari kann sich auf den plötzlichen Suizid ihrer Freundin keinen Reim machen. Auch der Abschiedsbrief, den Wiebke hinterlassen hat, kommt ihr komisch vor. Wieso hätte ihre Freundin sich umbringen sollen? Um Licht ins Dunkel zu bringen, stellt Kari eigene Nachforschungen an, was sie in die tiefsten Geheimnisse und Abgründe der Inselbewohner blicken lässt…

 

Angst auf Föhr

Trotz ihrer Suspendierung wird Zielfahnderin Kari Lürsen von ihrem früheren Vorgesetzten gebeten, auf Föhr einen heiklen Auftrag zuübernehmen. In einem Safehouse auf der Insel soll sie gemeinsam mit einer anderen Beamtin für die Sicherheit einer Kronzeugin und deren Tochter sorgen. Doch dann droht der Auftrag außer Kontrolle zu geraten und schnell ist klar: es muss einen Maulwurf im BKA geben. Oder weiß die Zeugin vielleicht mehr als sie zugibt? Das Netz der Lügen verdichtet sich immer weiter und plötzlich geraten Kari und ihre Kollegin selbst in tödliche Gefahr. Finden sie die Wahrheit heraus, bevor es weitere Opfer gibt?

 

Mord auf Föhr

Vor rund eineinhalb Jahren wurde auf Föhr die 85-jährige Bertha Franzen ermordet. Der verurteilte Mörder, der noch vor Ort ein Geständnis abgelegt hat, behauptet nun, unschuldig zu sein. Kari Lürsen ist mittlerweile vollständig in den Dienst des BKA Berlins zurückgekehrt und wird mit dem Fall beauftragt. Während ihrer Ermittlungen stößt sie auf dunkle Geheimnisse aus Berthas Vergangenheit, die weit in die Kindheit der Verstorbenen zurückreichen. Als Kari selbst angegriffen wird, ist klar, dass jemand alles daran setzt, die Wahrheit zu verbergen…

Erste Leser:innenstimmen
„Spannung und Nordsee-Atmosphäre pur: Kari Lürsen ermittelt mit klarem Verstand und unermüdlichem Einsatz gegen die düsteren Geheimnisse der Insel.“
„Drei packende Nordseekrimis mit fesselnden Kriminalfällen, einer starken Ermittlerin und einer Insel, die mehr verbirgt, als es scheint.“
„Perfekte Mischung aus Küstenflair und Nervenkitzel: Die raue Schönheit Föhrs bildet die ideale Kulisse für spannende Ermittlungen.“
„Diese Küstenkrimis möchte man gar nicht mehr aus der Hand legen– eine unvorhergesehene Wendung jagt die nächste. Großartig!“

Leseprobe

Kapitel 1

Sonntag, 13. Februar

Kari Lürsen stand am Fenster einer Wohnung direkt oberhalb der Strandpromenade von Wyk und starrte auf das dunkle, aufgewühlte Meer hinaus. Am grauschwarzen Himmel zuckten Blitze, ein Donnerschlag folgte gleich darauf.

Das Wetter passte genau zu ihrer düsteren Stimmung.

Hinter ihr öffnete sich eine Tür, Porzellan klapperte. Sie drehte sich um und betrachtete die kleine, schmale Frau, die ein Tablett mit einem blau-weiß gemusterten Teeservice hereintrug. Erfreulicherweise hatte sie eine Flasche Rum dazu gestellt.

»Du magst wirklich nichts essen?«, fragte sie.

Kari schüttelte stumm den Kopf. Sie setzte sich in Bewegung, um Frau Jaspers zu helfen, das Tablett auf dem niedrigen Couchtisch abzustellen. Das Wohnzimmer, in dem sie sich befanden, war ein bisschen überladen und wirkte wie aus den 1970er-Jahren. Dabei war alles blitzblank, sauber und aufgeräumt. Der Duft des kräftigen Tees mischte sich in den der Möbelpolitur. Kari konnte sich an diesen Geruch aus ihrer Teenagerzeit erinnern. Wann immer sie ihre Schulfreundin Wiebke besucht hatte, hing er in deren elterlichem Wohnzimmer. Nun war Wiebke nicht mehr da und der Gedanke daran, was mit ihr geschehen war, zog Karis Herz zusammen. Sie ließ sich in einen der schweren Sessel fallen. »Wann ist es denn passiert?«, fragte sie leise.

»Vor zehn Tagen wurde sie morgens am Strand gefunden«, antwortete Wiebkes Mutter mit halb erstickter Stimme und fuhr sich mit dem Finger unter den vom Weinen geröteten Augen entlang, um eine Träne wegzuwischen.

Vor zehn Tagen. Da hatte Kari ihrem Vorgesetzten gegenübergesessen. Worte wie »unprofessionell«, »Gefahr für deine Kolleginnen und Kollegen« und »beispiellose Verantwortungslosigkeit« waren gefallen. Kari hatte sich das alles stumm angehört. Es war ihr unmöglich erschienen, sich zu äußern, geschweige denn zu verteidigen. »Es tut mir leid, Jo«, war das Einzige gewesen, das sie herausgebracht hatte. Ein derartig verpatzter Einsatz, das hatte es in ihrer Abteilung bisher nie gegeben.

»Du bist beurlaubt. Ich muss sehen, wie es weitergeht«, hatte Jo Weinheimer am Ende gesagt, bevor er Karis Dienstwaffe und ihren Dienstausweis kassiert hatte.

»Bleib erreichbar. Aber rechne nicht damit, dass es schnell geht.«

Das hieß, dass er versuchen würde, sie herauszuboxen. Ob es ihm gelingen würde, stand in den Sternen.

»Du bist doch bei der Polizei.« Frau Jaspers’ Stimme holte sie aus ihren Gedanken. Wiebkes Mutter rutschte unruhig auf ihrem Sessel herum.

»Ja«, antwortete Kari. Polizei verstand jeder. So lautete seit Jahren ihre Standardantwort, wenn sie nach ihrem Beruf gefragt wurde. In Wahrheit war sie beim BKA. Abteilung OE, zuständig für Zielfahndung und Zeugenschutz. Aber das sagte sie Frau Jaspers nicht. Stattdessen murmelte sie die übliche Lüge von der Verwaltung, in der sie angeblich arbeitete.

»Aber du verstehst doch etwas von solchen Sachen«, bohrte Wiebkes Mutter nach. Die Verzweiflung in ihren Augen traf Karis Herz ungefiltert. Wie oft hatte sie in ihrer Jugend hier schon gesessen, den selbst gebackenen Butterkuchen gegessen und sich, zusammen mit Wiebke heimlich kichernd, die Schwärmereien der Älteren für seichte Schlager angehört? Wie oft hatte sie mit ihrer Schulfreundin und ihren Eltern spätnachmittags eine Runde Rommé gespielt, als Belohnung für die zuvor erledigten Hausaufgaben? Stets hatte Frau Jaspers dabei auf leise Art fröhlich gewirkt. Unerschütterlich in ihrem Mutterdasein. Manchmal hatte sich Kari im Stillen eine solch warmherzige Mutter gewünscht. Eine, die immer da war für ihre Tochter. Heute war ihr Gegenüber entsetzlich traurig, ja, sie schien sogar geschrumpft. Aber das war kein Wunder, wenn das einzige und innig geliebte Kind gestorben war.

»Was meinen Sie denn?«, kam Kari auf die Frage zurück. Sie rührte Zucker in ihren Tee und griff nach der Rumflasche. Sie trank für gewöhnlich wenig Alkohol, aber in den letzten Tagen waren einige der bisherigen Regeln ihres Lebens außer Kraft gesetzt worden.

»Ich …, wir sind so verzweifelt. Warum hat sie nie etwas gesagt? Ich dachte, sie wäre glücklich. Und dann, aus heiterem Himmel …« Ein Schluchzen unterbrach die Worte der Älteren. Sie beugte sich vornüber, die Arme um den Leib geschlungen als litte sie starke Schmerzen. Kari sah, wie zwei Tränen zu Boden fielen.

Sie erhob sich, kauerte sich neben Frau Jaspers und ergriff deren Hand. Die Haut war viel zu dünn, fühlte sich an wie Pergament. Wie alt war Wiebkes Mutter inzwischen? Schon Anfang siebzig. Die Jaspers hatten die Hoffnung auf ein Kind bereits aufgegeben gehabt, da hatte sich Wiebke angekündigt. Für das Ehepaar war die Geburt ihrer Tochter wie ein Wunder gewesen. Jetzt war Wiebke tot, sie war nur 32 Jahre alt geworden. Was für ein Schock für die Eltern. Die Freunde. Alle, die sie kannten.

»Und dass sie jetzt noch aufgeschnitten wird! Muss das denn sein?«

Ja, das musste sein. »Um jedwede Form von Fremdeinwirkung ausschließen zu können. Auch, um zu sehen, ob Wiebke vor ihrem Tod vielleicht etwas zu sich genommen hat«, erklärte Kari geduldig.

Frau Jaspers schien nicht zu verstehen, was sie damit sagen wollte.

»Alkohol. Beruhigungsmittel.« Drogen, aber das sagte sie nicht. »Eben alles, was ihr Urteilsvermögen hätte trüben können.« Sie ging nicht weiter auf das Thema ein. Das Fernsehen zeigte genügend ausufernde Szenen, die in der Pathologie spielten. So wenig vieles davon mit der Realität zu tun haben mochte, die Tatsache, dass man Tote bisweilen nicht nur von außen, sondern auch von innen anschaute, war tief in den Köpfen der Leute verankert. Genauso der charakteristische Y-Schnitt, der ja lediglich ein Teil des ganzen Prozedere war.

»Ob Carl etwas weiß?« Frau Jaspers hob plötzlich den Kopf. »Die beiden hatten doch Kontakt, oder?«

Karis älterer Bruder Carl lebte schon lange nicht mehr auf der Insel. Er und Wiebke waren als Teenager einige Jahre ein Paar gewesen. Eine enge, herzliche Beziehung, aber für beide nicht die wirklich ganz große Liebe.

»Ich weiß es nicht«, musste Kari gestehen. Der Kontakt zu Carl war seit einigen Jahren eher lose. Sie hatte sich auf ihren Beruf konzentriert. Sich mit Leib und Seele engagiert. Bis … ja, bis ihr dieser schreckliche Fehler unterlaufen war. Sie schob die Gedanken daran weg.

»Ich kann Carl fragen«, sagte sie und erhob sich. Aber was sollte ein Jugendfreund denn wissen darüber, warum sich jemand viele Jahre nach der Trennung das Leben nahm?

»Gibt es gar keine Hinweise?«, fragte sie, fast schon verzweifelt.

Frau Jaspers schniefte und zog ein bereits ziemlich malträtiertes Taschentuch aus ihrer Jackentasche, um sich die Nase zu putzen. »Sie hat diesen Abschiedsbrief verfasst. Dass sie vom Leben einfach genug hat. Sich viele Träume nicht erfüllt hätten. Und sie es darum hinter sich lassen möchte.« Ein Donnerschlag unterbrach sie, der Regen prasselte immer heftiger und ein starker Wind rüttelte an den Fenstern. »Sie wolle ins Licht gehen, hat sie geschrieben, um dort ihren Frieden zu finden.«

Kari fuhr sich mit dem Finger über die Stirn....

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